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Metagrafo
Ingrid von Heiseler
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Übersetzerin und Lektorin
Translator from English into German of texts that deal with issues of mediation, conflict(-prevention) and peace in case they have any chance to be published.
Français Je fais aussi des traductions du français en allemand.
Portuguès do Brasil Traduzo tembém textos simples do portuguès do Brasil para alemão sobre paz e solução de conflitos. Veja-se: RuídosGeräusche
Neuigkeiten
Soeben erschienen:
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Salma, "Die Stunde nach Mitternacht", Roman aus Engl. aus Tamil. 2011 |
Im Draupadi Verlag Heidelberg: "Mein lieber Meister: Briefwechsel mit Tagore", 2011.
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Ingrid von Heiseler: Leben 10 Anfänge. Bestandsaufnahme 2011. Aus Erinnerung und anderen Quellen. |
Beruflicher Werdegang
An den Universitäten Tübingen, Hamburg und Göttingen studierte ich Germanistik und evangelische Theologie. Nach dem Referendariat in Braunschweig unterrichtete ich jahrzehntelang an einem Wolfsburger Gymnasium. Ausbildung in Gesprächstherapie (GwG), Gruppenmoderation (FDI Britain und Deutschland und in La Jolla), Gordon-Lehrertraining, zur Beratungslehrerin, in Systemischer Beratung und in Mediation (Jahreskurse). Nach meiner Pensionierung schrieb ich einen Roman ("Lost in Goa"), übersetzte einige Bücher aus dem Englischen und Französischen und lektorierte deutsche (meist wissenschaftliche) Texte.
Mitglied im Sozio-Publishing Team http://www.sozio-publishing.de und im Versöhnungsbund Deutscher Zweig
Arbeitsgebiet
Seit einigen Jahren übersetze ich Bücher und andere Texte aus dem Englischen (ausschließlich in dieser Richtung) und lektoriere deutsche fiktionale, aber vor allem nichtfiktionale Texte. Mein Schwerpunkt liegt seit dem ersten Buch, das 2002 beim Versöhnungsbund Deutscher Zweig erschien, bei der Arbeit für religiös und weltlich orientierte Friedensorganisationen und beim Lektorieren und Übersetzen von Publikationen auf dem Gebiet Konfliktbearbeitung im weitesten Sinn.
Aus dem Englischen übersetze ich vor allem Texte, die 1. im Zusammenhang mit den Themen Konfliktbearbeitung oder Frieden stehen und die 2. gut begründete Aussichten auf Veröffentlichung haben. Anfang 2008 hat sich mein Repertoire erweitert: Im Herbst 2008 erschien meine erste Übersetzung aus dem Französischen (Pat Patfoort, Se défendre sans attaquer).
Angebot
1. an Autoren und Verlage, die mich mit einer Übersetzung aus dem Englischen oder Französischen, und
2. an Autoren, die mich mit dem sprachlichen Lektorieren ihrer Texte beauftragen wollen:
Wenn Sie bei mir anfragen, dann skizzieren Sie bitte Ihren Text bzw. Ihr Buch und den Zusammenhang, in dem er/es steht.
Bitte beachten Sie auch mein Angebot, eine Haiku-Werkstatt durchzuführen.
Für alle Leistungen, die ich anbiete, gilt: Honorar nach Vereinbarung.
Buchübersetzungen auf dem Weg
Im Draupadi-Verlag Heidelberg soll in einer ungewissen Zukunft vielleicht einmal erscheinen: Kamala Das, Herbstbeginn (My story).
Frank, André Gunder, "ReOrient. Das asiatische Zeitalter" (Weltwirtschaft 1500-1800) liegt seit Sommer 2007 im Kai Homilius Verlag in Berlin.
Johan Galtung, Transcend-Reihe 1: "50 Jahre - 100 Friedens- und Konfliktperspektiven", 2: ders., "50 Jahre - 25 intellektuelle Landschaften", 3: ders., "Der Fall des US-Imperiums - Und was dann?", 4: ders. u.a. "Globalizing God. Religion, Spirituality and Peace", 5: ders. u.a. "Democracy - Peace - Development",6: ders. u.a. "Peacebusiness", 7: ders, "A Theory of Conflict. Overcoming Direct Violence", in Arbeit: 8: ders. "A Theory of Development. Overcoming Structural Violence" Alle übersetzt.
Aase Marie und Synove Faldalen, Vigdis R. Faldalen und Lars Thyholdt, "SABONA. Gute Lösungen suchen, Konflikte lösen lernen. Eine Einführung in den Umgang mit Konflikten und sozialen Beziehungen in der Schule"
Bei sozio-publishing 2010: Ira Chernus, "Warum handeln Menschen gewaltfrei? Die Geschichte einer Idee." (soll im Februar 2012 erscheinen)
Paul Linden, "Friedensstiftung beginnt im Körper" - wahrscheinlich als eBook auf seiner Websites (verzögert sich leider).
Erscheint demnächst: Übersetzungen aus Englisch und Französisch für ein Buch über Friedenserziehung in Vor- und Grundschulen in Europa, Hrsg. Internationaler Versöhnungsbund.
Graeme Macqueen, Journey to the City of Six Gates. Geschichte aus dem alten Indien. Leider haben wir immer noch keinen Verlag für das schöne Jugendbuch gefunden!
Ein paar Gedanken über das „Miteinander-Reden“
Ingrid von Heiseler, Wolfsburg im Dezember 2011
In einer der letzten Klassen beschloss ich, meine Schrift zu „reformieren“. Ich wollte etwas, das ich mir „angewöhnt hatte“, so verändern, dass es mir besser gefiele. Ich hatte also 1. eine Vorstellung von dem, was mir besser gefiel, 2. hielt ich Schrift für veränderbar, da ich meinte, sie beruhe auf Gewohnheit und 3. dachte ich, dass ich durch Üben diese Gewohnheit verändern könnte.
Das gilt, denke ich, für alles, was jemand für eine Gewohnheit (und nicht für Schicksal) hält. Der erste Schritt ist eine Wunschvorstellung, der zweite eine Analyse des Vorhandenen und der dritte ein Plan, das Vorhandene der Wunschvorstellung – zumindest – anzunähern, am liebsten natürlich, sie zu erreichen.
Wie erwerben wir unsere Gewohnheiten? Als Kinder durch Nachahmung.
Die Art wie wir „miteinander reden“ (heute meist Kommunikation genannt) lernen wir durch Nachahmung unserer Eltern. Da können wir Glück oder Pech haben, denn die Kommunikationsgewohnheiten unterscheiden sich individuell durchaus (ein wenig) voneinander. Gemeinsamkeiten gibt es durch gemeinsame Kultur, gemeinsame historische Zeit und gemeinsame soziale Schicht. Kultur: in manchen Kulturen ist Harmonie ein hochrangiger Wert und beeinflusst also auch die Kommunikation. Historische Zeit: Unsere Eltern hatten sicherlich mehr gemeinsame Kommunikationsgewohnheiten als sie mit ihren jeweiligen Urgroßeltern hatten. Schicht: in der Mittelschicht gelten Ohrfeigen nicht als Argumente.
Durch Nachahmung haben wir also Kommunikationsgewohnheiten eingeübt. Eines Tages mögen wir uns dann fragen, ob wir mit dem, was wir gelernt haben, zufrieden sind: Erreichen wir damit, was wir wollen? Fühlen wir uns dabei wohl? Fühlen wir uns mit anderen verbunden? Haben wir den Eindruck, wir können damit Verbindungen herstellen, die so sind, wie wir sie uns wünschen? Und mit manch anderer Frage können wir das Gewohnte „in Frage stellen“.
Nun komme ich also eines Tages zu der Antwort: Nein, das genügt mir nicht! Da ich keine Erfinderin von Rädern bin, sehe ich mich um: Was gibt es denn da so an Angeboten? Welches der Angebote spricht mich an oder entspricht mir womöglich? Ich also stieß zunächst auf Carl Rogers – das war (spätestens) 1976. Bei der Lektüre seiner Bücher hatte ich den Eindruck: Eben über die Kommunikations-Möglichkeiten, die er genau beschreibt, wollte ich verfügen! Sie entsprechen genau dem, „was ich schon immer wollte“, von dem ich aber nicht wusste, wie ich es hätte anstellen sollen! Früh in meinem Leben hatte ich für mich das Lernziel formuliert: Ich möchte einmal sehr viele und vieles verstehen!
Damit war also der erste Schritt getan: Die Wunschvorstellung war gefunden. Auch der zweite Schritt war schnell getan: meine Gewohnheiten waren die und die und ich war nicht mit ihnen zufrieden. Also verändern! Das ist schnell beschlossen und langsam verwirklicht! Ich erinnere mich, dass ich monatelang als einzige Veränderung bemerkte, dass mir meine Gewohnheiten bewusst wurden – nach der Äußerung! „Wieder ‚falsch‘ gemacht!“ Das entmutigte mich aber nicht, da ab und zu auch mal „etwas gelang“. Die Umstellung dauerte, scheint mir heute, etwa ein Jahr. Danach sprach ich eine „neue Sprache“. Es hatte sich auch wie das Erlernen einer neuen Sprache angefühlt. Ich hielt so lange durch, bis sie mir zur „zweiten Natur“ geworden war. Ich hatte sie zur Verfügung, das heißt, ich konnte sie, musste sie aber nicht einsetzen. Vor jede Reaktion schaltete sich ganz von selbst eine kurze Kontrollphase ein: Jetzt so oder so reagieren?
Diese Sprache setzt überhaupt nicht voraus, dass die, mit denen ich spreche, sie auch sprechen. Sie verstehen mich und ich kann mir, wenn es mir nötig erscheint, das in meine neue Sprache übersetzen, was sie in meiner alten Sprache gesagt haben. In dem Fall reagiere ich dann nicht auf das, was jemand „gesagt“ hat, sondern auf das, was er meinem Verständnis nach hatte ausdrücken wollen.
Vom Amerikaner Carl Rogers nimmt der Amerikaner Thomas Gordon einige Grundideen und vereinfacht sie so, dass er sie im Rahmen von Kursen (und durch Bücher) lehren kann. Er fasst sie in drei verschiedene Verhaltensweisen zusammen: Zuhören („aktives Zuhören“), sich direkt ausdrücken („Ich-Botschaften senden“) und Verhalten in bestimmten Konfliktfällen („erfolgreiche Konfrontation“): Ich äußere, „was mich stört“ (1) und nehme die Reaktion des anderen darauf aufmerksam auf (2). Wenn wir beide den Eindruck haben, dass ich die Reaktion verstanden habe, komme ich auf das, was mich stört, zurück (3).
Einfacher geht es nicht! Wenn einem das erst mal praktisch und praktizierbar erscheint, kommt die lange Phase der Umgewöhnung! Die sehr lange Phase! Wenn ich mich hier nach den Anteilen frage, die „Theorie“ und „Praxis“ jeweils haben, komme ich auf ein Verhältnis, sagen wir, von einem Anteil Theorie zu vielleicht 300 – oder 365 (s.o). – Anteilen Praxis (im Sinne von engl. practice=üben).
„Mein“ Autor Johan Galtung spricht von verbreitetem „Konflikt-Analphabetismus“. Der Ausdruck stellt sehr gut dar, dass wir den Umgang mit Konflikten, also unser alltäglich Brot, wie Lesen und schreiben lernen können – und lernen (üben) müssen. Dazu gehört auch das Reduzieren der Häufigkeit von Konflikten durch Zuhören und direktes Sich-Ausdrücken schon im Vorfeld eines Konflikts.

